«Good Housekeeping»
Ein sorgfältiger Umgang mit Materialien, Geräten und der gesamten Infrastruktur durch alle Mitarbeiter*innen sorgt dafür, dass diese eine lange Nutzungsdauer erhalten und nicht durch neue Anschaffungen ersetzt werden müssen. Dies verringert Kosten aber auch anfallende Emissionen und Ressourcenverbrauch durch Neubeschaffungen. Zum «Good Housekeeping» gehört auch die korrekte Lagerung von Lebensmitteln, was Foodwaste reduziert (siehe Verhinderung von Foodwaste). Sensibilisierung aller Mitarbeiter*innen auf Sorgfaltspflicht gegenüber Infrastruktur Wartungsverantwortung von Geräten und Infrastruktur definieren Korrekte und sorgfältige Lagerung, Pflege und Reparatur von Gerätschaften, Materialien, Lebensmitteln und der gesamten Infrastruktur
Abfallmanagement: Vermeiden, Trennen, Entsorgen
Um Emissionen zu reduzieren, wird Müll im Idealfall komplett vermieden. Wo dies nicht möglich ist, sollte der Abfall getrennt und umweltgerecht entsorgt oder recycelt werden – durch Recycling kann eine bedeutende Menge an CO2 eingespart werden. Ausreichend, leicht zugängliche und klar bezeichnete Mülleimer für Mülltrennung an zentralen Orten zur Verfügung stellen und regelmässig leeren Genügend, gut sichtbare und leicht zugängliche Aschenbecher bereitstellen Taschenaschenbecher verteilen Auch im Backstage und Büro Müll trennen Ein Abfallkonzept für die Veranstaltung entwickeln und umsetzen Bestimmung der Fraktionen, welche separat gesammelt werden (z.B. Textilien, PET, Plastik, Holz, Metalle etc.) Information und Organisation, wo welche Fraktionen entsorgt werden können, via Gemeinde oder online. Unterstützung bei der Mülltrennung durch Angestellte, Abfallsammelnde, Servicepersonal Auch auf Campingplätzen auf Mülltrennung achten und dafür sensibilisieren Sensibilisierung des Publikums auf die Umweltbelastung durch Abfall (bspw. durch Zigarettenkippen) und auf die Abfalltrennung Zerlegung von Bauteilen und Gegenständen, welche aus mehreren Wertstoffen bestehen Abfallmenge analysieren: Mengenerfassung der Fraktionen, die recycelt werden, sowie die Menge des Restmülls Zielsetzung für die drei Fraktionen, welche als die relevantesten eingestuft werden. Zum Beispiel: Reduktion des Holzabfalls um 30% in der nächsten Produktion/in der nächsten Saison/für das nächste Festival Anwendung eines Depotsystems mit Mehrwegbechern/flaschen (siehe Mehrweggeschirr / -becher)
Anreize für ÖV-Nutzung
Die Anreise des Publikums zählt zu den grössten Emissionsquellen von Veranstaltungen. Entsprechend zentral sind Massnahmen, die die Nutzung des öffentlichen Verkehrs stärken und die Auslastung nachhaltiger Verkehrsmittel erhöhen. Eine klare Kommunikation entsprechender Angebote kann deren Wirkung zusätzlich verstärken. Anpassung von Konzertzeiten an ÖV-Fahrpläne (siehe Veranstaltungszeiten – ÖV) Information des Publikums über die besten ÖV-Verbindungen (siehe Veranstaltungszeiten – ÖV) Kooperationen mit ÖV-Anbieter*innen organisieren (primär Festivals) ÖV-Frequenzen während der Veranstaltung erhöhen (Extrafahrten) Sonderfahrpläne, abgestimmt auf das Konzert-/Festivalprogramm Sondertarife / verbilligte Fahrkarten für Publikum Kombi-Tickets, in denen ÖV bereits im Ticket integriert ist Shuttles (bestenfalls mit E-Fahrzeugen) für schlecht angebundene Strecken einrichten; der Shuttle-Service könnte bspw. durch eine Parkplatzgebühr finanziert werden Kommunikation über umweltfreundliche Anreisemöglichkeiten früh und sichtbar platzieren Konkret: Im Bereich der Anfahrtsinfos auf der Website und Social Media informieren, welche Möglichkeiten für eine ökologische Anreise bestehen. Die Anreise mit dem Auto wird zuletzt aufgeführt und / oder ganz davon abgeraten Abfahrtszeiten der umliegenden Haltestellen und eventuelle Verspätungen im ÖV vor Ort live sichtbar machen (nächste Fahrt…) Einfügen eines Direkt-Links zur SBB-App auf der Webseite Kreative Gestaltung des Weges, so dass das Erlebnis bereits bei der Anreise beginnt Für intern: Richtlinien für geschäftliche Reisen umsetzen (z.B. unter 7h Reisezeit werden die Wegspesen nur für Zugreisen bezahlt) und Reisezeiten können vollständig oder teilweise an die Arbeitszeit angerechnet werden
Auflagen Printmaterial
Beim Thema Werbung und Kommunikation sollten Printprodukte auf ein Minimum und nur die notwendige Menge reduziert werden. Dadurch werden sowohl Materialaufwand als auch Abfall reduziert und geringere Emissionen erzeugt. Sollte Druckmaterial dennoch notwendig sein, gibt es einige Dinge zu beachten, um den Druck so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten. Nur notwendige Menge Printprodukte herstellen; unnötige Drucke vermeiden Verwendung von recyceltem Papier für alle Druckerzeugnisse, auch im Büro Wann immer möglich doppelseitig drucken Druckerzeugnisse wiederverwenden oder weitergeben (z.B. Roll-Ups, Tischsets, Dekoration, Geschenkpapier) Möglichst wenige Druckfarben verwenden (ein- oder zweifarbige Drucke) Verwendung von umweltverträglicher, biobasierter Tinte Zusammenarbeit mit umweltfreundlichen Druckereien. Solche können bei allen weiteren Fragen wie Recyclingpapier, umweltfreundlicher Tinte etc. helfen
Banken, Finanzen & Versicherung
Finanzentscheidungen haben eine ökologische Wirkung. Die Wahl einer nachhaltigen Bank, Pensionskasse und Versicherung und ein bewusster Umgang mit Sponsor*innen und Investitionen tragen dazu bei, klimaschädliche Aktivitäten nicht zu unterstützen oder gar zu vermeiden. Transparente Finanzstrukturen stärken zudem Aspekte der ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeitskriterien in Budget- und Investitionsentscheide integrieren Nachhaltigkeitsrichtlinien für Sponsor*innen definieren Bank und Versicherung hinsichtlich Nachhaltigkeitskriterien prüfen Wechsel zu Institutionen mit klarer und transparenter Klimastrategie prüfen Finanzgrundsätze transparent kommunizieren Rücklagen, Investitionen und Pensionskassenlösungen nach ökologischen Kriterien ausrichten
Bereitstellung einer Backline
Die Möglichkeit, dass Künstler*innen bereitgestellte Backline im Club, Konzertsaal oder am Festival nutzen können, trägt zur Reduktion ihres Transportaufwands bei. Anstatt vollständige Ausstattung zwischen Orten zu bewegen, werden Instrumente, Technik oder Bühnenmaterialien lokal bereitgestellt. Dadurch können Transportwege verkürzt, der CO₂-Ausstoss gesenkt und die Logistik vereinfacht werden. Detaillierte Liste mit vorhandenen Instrumenten/Technik/Materialien bereitstellen Venue-Tech-Rider stets aktuell halten und klar kommunizieren, was gebraucht werden kann Kooperationen mit anderen Veranstalter*innen, Musiker*innen vor Ort und lokalen Verleiher*innen für Technik und Instrumente aufbauen Austauschplattformen für Equipment-Sharing innerhalb von Regionen oder Szenen nutzen oder gründen (siehe Materialsharing mit Dritten) Sensibilisierung von Künstler*innen: Tour- und Produktionsplanung so ermöglichen, dass nur essenzielle Ausstattung oder individuelle Instrumente reisen müssen (siehe Routing)
CO₂-Kompensation
Kompensation ist kein Ersatz für Reduktion. Wer Emissionen ausgleicht, ohne sie zuerst zu reduzieren, betreibt im besten Fall Schadensbegrenzung, im schlechtesten Fall Greenwashing (vgl. Greenwashing vermeiden). Kompensation hat aber dort ihre Berechtigung, wo Emissionen trotz aller Bemühungen unvermeidbar bleiben. Damit Kompensation glaubwürdig ist, braucht sie eine Messung als Grundlage. Wer nicht weiss, wie viel CO₂ eine Veranstaltung verursacht, kann auch nicht sinnvoll ausgleichen. Der erste Schritt ist daher immer die Erhebung. Emissionen zuerst messen, dann reduzieren. Kompensation kommt zuletzt Nur zertifizierte Projekte mit echtem Klimanutzen wählen Lokale oder regionale Kompensationsprojekte bevorzugen Kompensation transparent kommunizieren mit konkreten Zahlen und nicht als Marketingbotschaft Kompensationskosten ins Budget einplanen und als fixen Posten verankern. Das schafft zusätzlich einen finanziellen Anreiz zur Reduktion der Emissionen
Energieeffizienz & Strommonitoring
Stromverbrauch generiert CO₂-Emissionen. Um diese zu berechnen, sollte der Stromverbrauch der eingesetzten Veranstaltungstechnik systematisch gemessen und dokumentiert werden. Die erhobenen Daten zeigen auf, wo Optimierungspotenzial besteht und mit welchen Massnahmen im Energiebereich CO₂-Emissionen reduziert werden können. Dies kann in Zusammenarbeit mit einem*r Energieberater*in erfolgen. Unbenutzte Geräte ausschalten (auch im Standby-Modus kann Strom verbraucht werden) Stromverbrauch überwachen, analysieren und dokumentieren (allenfalls auch konkreten Verbrauch pro Besucher*in berechnen, um diesen mit anderen Veranstaltungen zu vergleichen und Ziele für kommende Veranstaltungen zu setzen) Engagement eines*r Energieberater*in, die*der bei der Analyse und dem Aufsetzen eines Monitorings Unterstützung bietet. In vielen Kantonen und Gemeinden gibt es kostenlose Angebote Elektrische Geräte, die viel Strom verbrauchen, lokalisieren, um sie zeitnah auszutauschen (z.B. Umstellung auf LED) oder ihren Betrieb zu optimieren (z.B. durch Einschalten des Energiespar- oder Standby-Modus) Bei Neuanschaffungen auf Energieeffizienz von Geräten achten (vgl. Neuanschaffungen) Shows so planen, dass exzessiver Stromverbrauch vermieden wird – konkret: Verzicht auf Pyrotechnik, Skybeams / Lichtdome und dauerbetriebene Flutlichter, wo nicht zwingend
Externe Nachhaltigkeitskommunikation
Eine fundierte und glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation bildet das Bindeglied zwischen strategischen Zielen und öffentlicher Wahrnehmung. Sie sichert das Vertrauen von Publikum, Künstler*innen, Förderinstitutionen, Behörden, stärkt die Vorbildfunktion der Institutionen und trägt durch eine faktenbasierte Berichterstattung zur gesellschaftlichen Sensibilisierung bei. Um die Fallen von Greenwashing zu vermeiden, sollte eine Nachhaltigkeitsstrategie mit konkreten Zielen erarbeitet werden Nicht nur Erfolge sondern auch Misserfolge kommunizieren. Was funktioniert noch nicht? Wo sind wir noch nicht so weit wie wir sein wollen? Zielgruppen-Analyse: Wen will ich mit meiner Nachhaltigkeitskommunikation erreichen (Besucher*innen, Künstler*innen, Förderinstitutionen, Verwaltung/Behörden, Partner*innen/Lieferant*innen)? (für Mitarbeitende vgl. interne Sensibilisierung) Handlungsfelder definieren: Wo kommuniziere ich – auf der Website, mit Presse / Medien, auf Social Media, in Printprodukten (Flyer, Jahresberichte, Infografiken etc.)? Wann kommuniziere ich – vor, während oder nach einer Veranstaltung? Greenwashing vermeiden Nur belegbare und messbare Massnahmen kommunizieren Keine unangenehmen Informationen weglassen Der Realität entsprechend kommunizieren (keine Übertreibungen) Verzicht auf unspezifische Begriffe wie «nachhaltig», «grün», «verantwortungsvoll» Klare Bezüge der Umweltauswirkungen ausweisen; bspw. wenn sich bei Merch-Verpackung ein Recycling-Label nur auf die Verpackung aber nicht auf den Artikel bezieht
Förderung der Fahrradnutzung
Anstatt mit dem Auto sollten Konzert- und Festivalbesucher*innen vorzugsweise mit ÖV oder dem Fahrrad anreisen. Die Anreise per Fahrrad kann u.a. durch verschiedene Vorgehensweisen gefördert werden. Garderobe, um Velozubehör zu verstauen Ausreichend kostenlose, nahe-gelegene, bestenfalls beleuchtete und überdeckte Veloparkplätze zur Verfügung stellen bzw. über vorhandene Veloparkplätze informieren Den Besucher*innen proaktiv mitteilen, welche Velowege sie am besten nutzen können, um zu der Veranstaltung zu gelangen Gut sichtbare und leicht verständliche Hinweise, damit Velofahrer*innen den Veranstaltungsort problemlos finden Fahrradverleih mit Pannendienst auf dem Festivalgelände anbieten oder Kooperation mit örtlichen Veloverleihen / Bike-Sharing-Anbietenden
Förderung von E-Mobilität
Durch Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge an Veranstaltungsorten wird Musiker*innen, Bands, Touring-Crews, Mitarbeitenden und dem Publikum der Umstieg auf E-Mobilität erleichtert. Dies fördert nachhaltigere An- und Abreisen und trägt zur Reduktion verkehrsbedingter Emissionen bei. Prüfung und Ergänzung vorhandener Stromanschlüsse Kooperationen mit anliegendem Gewerbe oder Nachbar*innen prüfen Zusammenarbeit mit lokalen Energieversorger*innen oder Mobilitätsanbieter*innen zum Aufbau temporärer oder permanenter Ladestationen Nutzung von Ökostrom für alle Ladeprozesse Kommunikation des Angebots gegenüber Mitarbeitenden, Künstler*innen, Agenturen, Managements und Besuchenden, um die Nutzung zu fördern Bei Neuanschaffungen von Fahrzeugen direkt eine elektrische Option wählen
Gastfreund*innenschaft
Eine offene und freundschaftliche Haltung gegenüber Künstler*innen, Crews, dem ganzen Team und Publikum schafft die Grundlage für nachhaltiges Handeln. Wo Vertrauen, Transparenz und Wertschätzung gelebt werden, lassen sich ökologische Massnahmen leichter umsetzen, gemeinsam tragen und langfristig verankern. Wie auf derselben Ebene, wenn Freund*innen zu Hause empfangen werden. klare, respektvolle Kommunikation vor und während des Engagements Bedürfnisse frühzeitig (er-)klären und lösungsorientiert begleiten Vermeidung von belehrender Kommunikation oder dem «erhobenen Zeigefinger» Stärkung der Akzeptanz für Nachhaltigkeitsmassnahmen durch einen Dialog auf Augenhöhe. nachhaltige Regeln verständlich erklären und gemeinsam umsetzen Austauschkultur fördern und dadurch offenes Feedback und gemeinsames Lernen ermöglichen
Herkunft (Nahrungsmittel-)Sortiment
Die Herkunft von Veranstaltungsmaterial sowie von Getränken und Nahrungsmitteln hat einen Einfluss auf die Veranstaltungsemissionen. So verursachen Flugtransporte ein grosses Mass an Treibhausgasemissionen, und die intensive Landwirtschaft wird als einer der Auslöser für den Artenverlust betrachtet. Entsprechend sollten kurze Lieferwege bevorzugt und beim Nahrungsmitteleinkauf im Idealfall auf lokale und saisonale Produkte in Bio-Qualität gesetzt werden. Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmer*innen werden nicht nur Emissionen reduziert, sondern auch regionale Strukturen unterstützt. Zusammenarbeit mit Unternehmer*innen aus der Region bei Catering, Bühne, Technik etc. Förderung von nachhaltigem Lebensmittelkonsum durch Informationen und Anreize im Besucher*innen- und Backstagebereich Menüplanung mit regionalen, saisonalen, fair-gehandelten Zutaten aus ökologischem Anbau (z.B. Bio oder Demeter) (siehe Ökologische Verpflegung) Gemüse, Fleisch-, Fisch- & Milchprodukte aus der Schweiz in Bio- oder Demeter-Qualität, aus Freilandhaltung Getränke aus der Region in Bio- oder Demeter-Qualität (siehe Ökologisches Getränkeangebot) Information und Einbindung der lokalen Lieferant*innen in Klimabemühungen Bei der Auftragsvergabe Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen Anreize für Händler*innen und Standbetreibende schaffen, Nachhaltigkeitsbemühungen ebenfalls zu berücksichtigen
Herkunft Merchandising-Produkte
Grundsätzlich sollte die Herstellung von Merchandising-Produkten hinterfragt werden. Falls Merchandise produziert wird: Nachhaltige Merchandising-Produkten verringern die Umweltbelastung und fördern faire Produktionsbedingungen. Durch die Auswahl von Lieferant*innen mit glaubwürdigen Umwelt- und Sozialstandards, sowie die Nutzung zertifizierter, recycelter oder plastikfreier Materialien kann die ökologische Wirkung deutlich reduziert werden. Eine klare Beschaffungs-Policy und ein Fokus auf lokale Produzent*innen schafft Transparenz und Vertrauen und fördert zudem einen kreativen Umgang mit möglichem Angebot. Entwicklung einer nachhaltigen Beschaffungsrichtlinie für Merchandising Nur Merchandising-Produkte herstellen, die nicht zu Littering führen (keine Give-Aways anbieten) Merchandising-Produkte herstellen, die eine lange Nutzungsdauer besitzen und wiederverwendbar sind Verzicht auf PVC-haltige Produkte und Plastikverpackungen Verwendung von Bio-Baumwolle oder recycelten, secondhand Materialien (z.B. eigener Siebdruck auf Textilien aus der Brockenstube) Zusammenarbeit mit regionalen, fairen Produzent*innen, die Nachhaltigkeitsrichtlinien ebenfalls berücksichtigen Bei Druck auf umweltfreundliche Tinte achten (vgl. Auflagen Printmaterial) Anzahl Druckfarben reduzieren (vgl. Auflagen Printmaterial) Kommunikation der Nachhaltigkeitskriterien gegenüber dem Publikum Möglichkeit anbieten, direkt vor Ort auf die mitgebrachte Kleidung zu drucken
Interne Sensibilisierung
Damit Nachhaltigkeitsmassnahmen auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Bereichen der Veranstaltungsorganisation umgesetzt werden können, ist es wichtig, dass das ganze Veranstaltungsteam am selben Strang zieht. Dadurch können Massnahmen mit weniger Aufwand und zusammenhängend auf verschiedenen Ebenen umgesetzt werden. Studien zufolge kann ein internes Nachhaltigkeitsteam ausserdem sicherstellen, dass aus Worten Taten und Massnahmen gezielt umgesetzt werden. Mitarbeitende informieren, wieso Nachhaltigkeit und ihre Mitarbeit wichtig ist Den Mitarbeitenden entsprechende Hilfsmittel & Infos zur Verfügung stellen, Best-Practice Beispiele sichtbar machen, allenfalls Weiterbildungen organisieren Initiative, Partizipation und Selbstermächtigung ermöglichen Ein Nachhaltigkeitsleitbild entwickeln und klare kurz-, mittel- und langfristige Ziele formulieren Ein Nachhaltigkeitsteam bilden und allenfalls eine*n Umweltbeauftragten definieren, die für die Massnahmen verantwortlich sind Nachhaltigkeit in der Struktur der Organisation verankern
IT-Infrastruktur & Digitale Tools
Die digitale Infrastruktur hat einen ökologischen Fussabdruck, denn Cloud-Dienste, digitale Plattformen für Chat und Social Media, KI-Tools wie auch Datenspeicher verbrauchen Energie für ihre Rechenzentren. Hinzu kommt die Frage der digitalen Souveränität: Wer speichert unsere Daten, wo, und nach welchem Recht? Geräte möglichst lange nutzen, reparieren statt ersetzen (siehe «Good Housekeeping») Bestehende IT-Infrastruktur auf Anbieter*innen und deren Energiequellen überprüfen Bei Neuanschaffungen oder Vertragswechseln europäische oder Schweizer Anbieter*innen bevorzugen (siehe Neuanschaffungen – Qualität, Langlebigkeit, Effizienz) Für Cloud-Speicher und kollaborative Tools klimafreundliche und souveräne Alternative prüfen (als Ersatz für Dropbox, Google Drive, Microsoft 365, Slack etc.) Intern für den Zusammenhang zwischen digitaler Infrastruktur und Nachhaltigkeit sensibilisieren Einsatz von sogenannter Künstlicher Intelligenz (KI) ist sehr energieintensiv. Nur dann einsetzen, wenn es echten Mehrwert bietet
Kollaborationen mit Elektrizitätswerken
Eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Elektrizitätswerken ermöglicht Zugang zu Fachwissen und Ökostromlösungen. Solche Partner*innenschaften erleichtern nachhaltige Energieversorgung und können die Umsetzung grösserer Nachhaltigkeitsmassnahmen finanziell wie logistisch unterstützen. Kontakt zu lokalem Elektrizitätswerk aufnehmen Bedarf und Infrastruktur prüfen (Ökostrom, Ladepunkte, Monitoring) permanente Trafostationen auf einem Festivalgelände gemeinsame Nachhaltigkeitsziele definieren Partner*innenschaftsmodelle (Sponsoring, Beratung, Infrastruktur) entwickeln Kommunikations- und Sensibilisierungsmassnahmen abstimmen
Künstler*innenwohnungen / Band-Appartements
Eigene oder mit anderen Veranstalter*innen kollektiv genutzte Unterkünfte für Künstler*innen senken den ökologischen Fussabdruck, da sie im Vergleich zu Hotels meist ressourcenschonender sind. Sie erleichtern längere Aufenthalte und ermöglichen nachhaltige Produktionsformen wie Residenzen (siehe Residenzen). Zusätzlich können so Kosten für Übernachtungen reduziert werden. Bestehende Räume umnutzen oder Appartements mieten Kooperationen mit Immobilien in Gemeindebesitz oder kulturell interessierten Gemeinschaften prüfen Angebot klar kommunizieren und in Booking-Prozesse integrieren
Logistik & Transport
Nicht nur die Anreise der Künstler*innen, sondern auch Lieferwege für Equipment, Gastroprodukte und Material zählen zu den logistischen Auswirkungen von Konzerten. Wer Logistik früh mitdenkt, spart nicht nur CO₂, sondern oft auch Kosten. Der grösste Hebel liegt in der Planung: koordinierte Wege, geteilte Fahrten und ein bewusster Umgang mit dem, was überhaupt bewegt werden muss. Transportbedarf frühzeitig erheben: Was muss woher kommen, und muss es das überhaupt? Fahrten bündeln: Lieferungen, Crew und Equipment koordinieren Regionale Dienstleister*innen für Technik, Bühne und Catering bevorzugen Backline bereitstellen (siehe Bereitstellung einer Backline) Beim Booking auf geografisch sinnvolle Routings achten (siehe Routing)
Materialsharing mit Dritten
Die gemeinsame Beschaffung und Nutzung von Materialien, Infrastruktur, Dekomaterial und Technik unter Veranstaltenden in einer Region schont Ressourcen und reduziert auch Kosten. Durch kooperative Netzwerke und geteilte Lagerstrukturen entsteht eine nachhaltige Materialnutzung zwischen Veranstalter*innen. Dies funktioniert auch spartenübergreifend. Regelmässiger Austausch mit anderen Veranstalter*innen, um Synergien zu nutzen Aufbau lokaler Sharing-Netzwerke für Materialaustausch Gemeinsame Nutzung von Technik-, Bühnen-, Licht-, Deko-Material oder Safeties (Sicherungsseile für Scheinwerfer und Bühnenequipment) Identifikation lokaler Verleiher*innen oder Anbieter*innen, die Equipment zur Verfügung stellen Digitale Plattformen oder Inventardatenbanken zur Koordination von Ressourcen einsetzen.
Mehrweggeschirr / -becher
Meistens spielt es eine wichtigere Rolle, was auf dem Teller liegt, als aus welchem Material der Teller ist. Dennoch stellt die Wahl des Geschirrs einen Hebel zur Emissionsreduktion dar: Um mit Abfall verbundene Emissionen zu vermeiden, eignet sich der Einsatz von Mehrweggeschirr. Dieses weist, im Vergleich zu anderem Verpackungsmaterial (bspw. Karton- oder kompostierbares Geschirr), die geringsten Umweltauswirkungen auf. Möglichkeit zum kostenlosen Auffüllen der eigenen Trinkflasche anbieten oder Trinkbrunnen aufstellen (siehe Ökologisches Getränkeangebot) Verzicht auf Einwegartikel (bspw. Strohhalme, Portionsverpackungen bei Ketchup und Einweggeschirr, auch wenn biologisch abbaubar aus nachwachsenden Rohstoffen) Stattdessen Einsatz von Mehrweggeschirr für Catering der Künstler*innen und Crew, beim Barbetrieb, beim Essen für Publikum und Angestellte Verwendung eines einheitlichen Pfand- und Rückgabesystems, um den Rücklauf des Geschirrs abzusichern Bezug des Mehrweggeschirrs (und falls notwendig des Spülsystems) von regionalen Anbieter*innen, um lange Transportwege zu vermeiden. Bestenfalls vor Ort waschen. Verwendung nachhaltiger und biologisch abbaubarer Reinigungsmittel für Spülsysteme Speisen als Fingerfood / in essbaren Behältern (bspw. im Brot) servieren Publikum dazu auffordern, ihr eigenes Geschirr / eigene Becher von zuhause mitzunehmen oder jeder Person einen Becher zur Verfügung stellen, welche diesen den ganzen Anlass lang nutzt (und Abwaschstation zur Verfügung stellen)
Monitoring & Wirkungsmessung
Nachhaltigkeit braucht Zahlen, um zu verstehen, wo die grössten Hebel liegen und ob Massnahmen tatsächlich wirken. Monitoring muss nicht aufwendig sein: Eine einfache, regelmässig wiederholte Erhebung reicht, um Entwicklungen sichtbar zu machen und Prioritäten zu setzen. Wichtig ist die Kontinuität: Ein Vergleich über mehrere Jahre bringt bessere Orientierung. Regelmässige Erfassung von Energieverbrauch, Abfallmengen, Mobilität und Catering etc. Kennzahlen pro Veranstaltung oder Saison festlegen und vergleichen Ergebnisse intern teilen und als Grundlage für Entscheidungen nutzen Fortschritte (und Rückschritte) transparent kommunizieren
Nachhaltige / Energieeffiziente Beleuchtung
Einsparpotenzial besteht unter anderem bei der Beleuchtung, mit der bewusst und gezielt umgegangen werden sollte. Der Einsatz energieeffizienter Veranstaltungs- und Lichttechnik trägt darüber hinaus wesentlich zur Reduktion des Energieverbrauchs und der damit verbundenen Emissionen bei. Beleuchtung nur dort und dann einschalten, wo notwendig Ausschalten der Lichter nach Arbeitsende. Erinnerungshilfen anbringen Beleuchtung erst kurz vor Ankunft von Band / Künstler*innen / Publikum einschalten Beleuchtung optimal verteilen / platzieren Installation von Bewegungsmeldern/Zeitschaltuhren Einsatz von energiesparenden LED-Lampen (anstatt Halogen & Glühlampen) Lichtkonzept (Szene) für verschiedene Nutzungsarten (Probelicht, Vorstellungslicht, Reinigungslicht etc.) programmieren und regelmässige Information aller involvierten Personen darüber Dimmer nutzen: Durch die Verwendung von Dimmern halten Leuchtmittel länger, weil sie nicht ständig bei voller Leistung beansprucht werden. Scheinwerfer in Lampengruppen zusammenlegen und auf separate Sicherungen schalten. So kann sichergestellt werden, dass beim Einschalten der Hauptsicherung nicht gleich alle Lampen angehen, obwohl ein Teil davon vielleicht gar nicht oder erst später benutzt wird. Abwägung, welche Lampen für welchen Zweck benötigt werden. Entladungslampen verbrauchen beim Einschalten und im Betrieb verhältnismässig viel Strom.
Nachhaltige / Energieeffiziente Heizungssysteme
Neben Energieverlust durch schlecht isolierte Gebäude) kann auch ein ineffizientes / veraltetes Heizungssystem zu übermässigem Energieaufwand und damit verbundenen Emissionen führen. Daher sollte bei der Wahl des Heizungssystems auf Energieeffizienz geachtet werden. Heizung erst vor Ankunft der Band / Künstler*innen / Publikum / Mitarbeitenden einschalten Vermeidung von Heizpilzen / Standheizungen Stosslüften, Fenster nicht gekippt lassen und Heizung beim Öffnen der Fenster ausschalten Information des Teams über Bemühungen zur Energieeinsparung durch effizientes Heizen Abklärung, was die Besitzverhältnisse sind (Miete, Eigentum, städtischer Besitz usw.) und damit die jeweiligen Möglichkeiten erfassen Besitzer*innen für Nutzen ökologischer Massnahmen sensibilisieren Verwendung von Wärmepumpen, Fernwärme, Solarthermie, Biomasseheizung anstatt Erdgas- oder Erdölheizung
Nachhaltige / Energieeffiziente Lüftung
Energie kann unter anderem bei der Lüftung eingespart werden, durch bewussten Umgang und den Einsatz energieeffizienter Technik. Information des Teams über Bemühungen zur Energieeinsparung durch effizientes Lüften Energiesparende Lüftung (z.B. Stosslüften statt Fenster zu kippen; Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung) Verbesserte Platzierung von Lüftungsauslässen (z.B. durch Quellluftdurchlässe) Einbau von effizienteren ECO-Motoren
Nachhaltigkeit in der kuratorischen Praxis
Wer Programme kuratiert, entscheidet, wer in der Öffentlichkeit stattfindet, und diese Entscheidung ist ein Ausdruck von Haltungen und Prioritäten. Die Frage, wem eine Bühne gegeben wird, ist deshalb auch eine Frage der Verantwortung: gegenüber dem Publikum, der Musikszene und der Gesellschaft. Das bedeutet nicht, dass Kunstschaffende ein politisches Programm vertreten müssen. Künstlerische Freiheit ist ein wichtiger Wert. Aber eine kuratorische Praxis selbst ist immer ein Statement: Passt, wen wir einladen, zu dem, wofür wir stehen? Konkrete Fragen dazu: Wie verhält sich eine Person öffentlich zu (klima-)politischen Themen? Welche Werte transportiert ihr Werk oder ihre Kommunikation? Gibt es Widersprüche zwischen Künstler*in und Programmation, die eine Auseinandersetzung verdienen? Auf diese Fragen gibt es keine einfachen Antworten. Sie trotzdem zu stellen hilft, kuratorische Entscheidungen bewusster zu treffen und intern zu reflektieren. Kultur hat die Möglichkeit, Dinge zu benennen und damit Diskurse zu starten. Nachhaltigkeit (in ökologischer, sozialer und ökonomischer Dimension) als eines von mehreren Kriterien im Booking-Prozess verankern Raum für Austausch im Team schaffen: Welche Werte wollen wir mit unserem Programm sichtbar machen? (vgl. Strategische Verankerung von Nachhaltigkeit in der Organisationsstruktur) Programmatische Entscheidungen transparent kommunizieren und begründen Diversität und Chancengleichheit als Dimension von Nachhaltigkeit verstehen: Wer verdient es, eine Bühne zu bekommen und warum?
Neuanschaffungen – Qualität, Langlebigkeit, Effizienz
Hochwertige, langlebige und energieeffiziente Produkte reduzieren auf lange Sicht nicht nur den Ressourcenverbrauch und somit CO₂-Emissionen, sondern auch Betriebskosten. Investitionen in Qualität zahlen sich durch geringeren Ersatzbedarf, Energieverbrauch und Abfall sowie höhere Zuverlässigkeit aus. Grundsätzlich gilt: Unnötige Neuanschaffungen vermeiden. Vorhandenes wiederverwenden und reparieren und erst dann neu anschaffen. Kreislaufdenken anwenden Bei Neuanschaffungen auf Hochwertigkeit, Langlebigkeit, Energieeffizienz und Wiederverwendbarkeit achten Reparierbare, modulare und zertifizierte Geräte bevorzugen (Technische) Geräte, wenn möglich, gebraucht kaufen Nachhaltigkeitskriterien in Beschaffungsprozesse integrieren und interne Richtlinien für Qualität und Langlebigkeit verhandeln und festlegen Zusammenarbeit mit Unternehmen, die transparent über Ziele im Bereich der Nachhaltigkeit kommunizieren und nach hohen ökologischen und sozialen Standards handeln Wahl möglichst naturbelassener und unbehandelter Materialien Bestellungen gesammelt koordinieren, sodass möglichst wenig Transport bei der Lieferung anfällt Lebenszykluskosten anstelle des Anschaffungspreises bewerten: Wie lange bleibt ein Produkt halt-, nutzbar und à jour im Verhältnis zu den Kosten
Öffnungs- und Veranstaltungszeiten – ÖV
Die Ausrichtung von Veranstaltungszeiten an den Fahrplänen des ÖV – damit zum Beispiel letzte Zugverbindungen erreicht werden können – fördert die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und reduziert den Individualverkehr. Dies trägt zur Verringerung der CO₂-Emissionen bei und erleichtert den Zugang für ein breiteres Publikum. Eine bewusste Planung der Veranstaltungszeiten kann somit einen positiven Einfluss auf die Umweltbilanz haben. Informationen zu öffentlichen Verkehrsverbindungen (Fahrpläne, Haltestellen in der Nähe) in der Kommunikation rund um die Veranstaltung mitplanen Konzerte so terminieren, dass sie mit den Fahrplänen des öffentlichen Verkehrs kompatibel sind Kooperationen mit Verkehrsbetrieben prüfen, um Extrafahrten oder Rabatte für Konzertbesucher*innen anzubieten Feedback von Besucher*innen einholen, um die Effektivität der Massnahmen zu evaluieren und ggf. anzupassen.
Ökologische Verpflegung | Vegi, vegan, regional, saisonal
Essen und Getränke (siehe Ökologisches Getränkeangebot) haben einen erheblichen Einfluss auf die Emissionen einer Veranstaltung. Es gilt: Der Inhalt macht den grössten Teil der Umweltauswirkungen aus – und nicht die Verpackung oder der Transport (abgesehen von Flugware). Besonders Menüs mit Fleisch fallen hierbei ins Gewicht. Die Umstellung auf vegetarische und vegane Lebensmittelangebote an Essensständen bzw. im Catering reduziert CO₂-Emissionen deutlich und spart Ressourcen. Bereits eine schrittweise Anpassung des Caterings, etwa durch vegane Hauptgerichte, wirkt sich positiv auf die Klimabilanz aus. Grundsätzlich gilt: Je regionaler, saisonaler und pflanzlicher ein Menü, desto geringer die Emissionen. Vegan ist nicht automatisch besser als Vegi, aber beides ist im Vergleich zu Fleisch – insbesondere Rindfleisch – fast immer emissionsarmer. Regionale und saisonale Zutaten stärken zudem die lokale Wertschöpfung. Überlegen und erfassen, welche Verpflegung wo und für wen angeboten wird: Backstage-/ Künstler*innen-Verpflegung, Publikumsverpflegung (Essensstände usw.), Personalverpflegung, Branchen- oder Partner*innen-Apéros usw. Menüplanung mit regionalen, saisonalen Zutaten Kontaktaufnahme mit lokalen Produzent*innen: wie produzieren sie und wie funktionieren sie. Wochenmärkte eignen sich dafür besonders gut Fokus bei landwirtschaftlichen Produkten auf umweltschonende Produktion (z.B. Biolandbau) Ausweis des klimafreundlichsten Gerichts pro Gastro-Stand Kontinuierliche Umstellung auf vegane oder vegetarische Verpflegung Vegane oder vegetarische Option als Standard bzw. Hauptgericht erster Wahl festlegen; Positionierung von nachhaltigeren Essensangeboten und Produkten präsent und gut sichtbar auf der Karte («Nudging») Vegane oder vegetarische Optionen preisgünstiger anbieten als Fleischgerichte Falls Lebensmittel tierischen Ursprungs angeboten werden, so erfüllen diese die strengstmöglichen Kriterien zur Tierhaltung; diese werden durch entsprechende Siegel zertifiziert Adaptation von bisher beliebten Gerichten, indem einzelne Komponenten ausgetauscht werden (z.B. veganes Hack anstelle Rindshack). Kooperation mit spezialisierten Caterer*innen Bei externen Gastronom*innen vegetarische/vegane Menüs als verpflichtende Bedingung vertraglich regeln Erstellung eines «Green Riders» – d.h. Nachhaltigkeitsanforderungen im Haus-Rider für Artists (z.B. keine Erdbeeren im Winter, veganes Catering, kein Einwegplastik, ÖV-Anreise).
Ökologisches Getränkeangebot
Essen (siehe Ökologische Verpflegung) und Getränke haben einen erheblichen Einfluss auf die Emissionen einer Veranstaltung. Es gilt: Der Inhalt macht den grössten Teil der Umweltauswirkungen aus – und nicht die Verpackung oder der Transport (abgesehen von eingeflogenen Waren). Besonders alkoholische Getränke fallen hierbei ins Gewicht. Trinkwasser oder Wasserspender gratis zur Verfügung stellen Kollaboration mit lokalen, regionalen Getränkelieferant*innen und -produzent*innen Positionierung von nachhaltigen Getränken präsent und gut sichtbar auf der Karte («Nudging») Verwendung von Mehrweg- statt Einwegflaschen Attraktives alkoholfreies Getränkeangebot Hausgemachter Eistee oder Mischgetränke (mit Leitungswasser gemacht) statt Süssgetränke aus der Flasche Angebot von kleinen, lokal produzierten und bestenfalls biologischen Getränken statt von grossen internationalen Firmen Getränke im Offenausschank aus grossen Gebinden anbieten – allerdings nur, wenn diese aufgebraucht werden können (siehe Reduktion von Verpackungsmaterial)
Optimierung von Gebäudeisolation
Schlecht isolierte Gebäude verlieren Wärme, wodurch mehr Energie zum Heizen (oder im Sommer auch zum Kühlen) aufgewendet werden muss. Der dadurch steigende Energieverbrauch führt direkt zu höheren CO₂-Emissionen. Verschiedene Massnahmen können helfen, diesen Energieverlust zu reduzieren. Kostenlose Energieberatung für KMU bietet PEIK an – empfehlenswert als ersten Schritt zur Ist-Analyse. Abklärung der Besitzverhältnisse (Miete, Eigentum, städtischer Besitz usw.) und damit die jeweiligen Möglichkeiten erfassen Besitzer*innen für Nutzen ökologischer Massnahmen sensibilisieren Türen während der Heiz- und Kühlungsperiode schliessen (insofern Flucht- und Evakuationspläne dies zulassen) Verwendung von wärmeisolierenden Vorhängen Eliminierung von Kältebrücken durch durchgängige Isolierschicht und verbesserte Dichtung Bepflanzung des Daches zur Isolation; dadurch wird ebenfalls CO₂ aus der Luft aufgenommen, Regenwasser zurückgehalten und ein Anziehungspunkt für Flora und Fauna geschaffen Gebäudeisolation durch kleinräumige Massnahmen verbessern und/oder langfristige energetische Sanierung planen Verwendung von nachhaltigen Materialien (z.B. Hanf, Holz, Strohlehm, Jute) zur Wärme- & Schalldämmung
Reduktion von Autoanreisen
Die An- und Abreise des Publikums stellt in der Tendenz eine der grössten CO₂-Emissionsquelle bei Veranstaltungen dar. Dies ist in erster Linie auf die Anreise per Auto zurückzuführen. Daher sollte die Anreise per ÖV (siehe Veranstaltungszeiten) oder Fahrrad (siehe Förderung der Fahrradnutzung) gefördert und die Anreise per Auto reduziert werden. Wenn dennoch das Auto genommen wird, sollten im Idealfall mehrere Personen ein Auto benutzen, also Fahrgemeinschaften gebildet werden. Dies trifft ebenfalls auch die betriebsinterne Mobilität zu. Förderung von Fahrgemeinschaften durch Hinweise auf bestehende Plattformen und Apps Anreize schaffen für die Bildung von Fahrgemeinschaften; bspw. durch kostenlose Parkplätze, Parkplätze in unmittelbarer Nähe oder Essensgutscheine exklusiv für Fahrgemeinschaften Reduzierung des zu transportierenden Gepäcks bei Festivals bspw. durch Möglichkeit, Zelte und Grundausstattung zu mieten Besucher*innen-Mobilitätsumfrage durchführen Wenn das Ticketing-System dies erlaubt, kann mithilfe der PLZ erkannt werden, von wo das Publikum anreist. Reduzierte Attraktivität der Autoanreise Einführen einer Parkgebühr Parkverbote und Zufahrtsbeschränkungen / Parkplätze nur für mobilitätseingeschränkte Personen Begrenzte Anzahl Parkplätze, die reserviert werden müssen
Reduktion von Flugreisen
Flüge verursachen die höchsten Emissionen im Touring- und Veranstaltungsbetrieb. Auf Flugreisen von Acts zu verzichten (= No-Fly-Policy) reduziert den CO₂-Fussabdruck deutlich, stärkt einen bewussten Umgang mit Touring-Formen und fördert nachhaltigere Reise- und Bookingstrukturen. Die Umsetzung erfordert Anpassungen in Booking, Logistik und Umgang mit internationalen Acts. Backline bereitstellen, um Materialtransporte zu reduzieren und die Anreise mit dem ÖV zu ermöglichen (siehe Bereitstellung einer Backline) Internationale Acts bevorzugt buchen, wenn sie bereits auf dem europäischen Festland touren Exklusivitätsklauseln überdenken, um Routings zu erleichtern (siehe Routing) Transporte gemeinschaftlich planen Anreise per Zug oder Bus ermöglichen (z.B. höhere Gagen, längere Aufenthalte und bezahlte Übernachtungen, mehrere Shows, cleveres Routing) No-Fly-Grundsätze transparent kommunizieren und verbindlich machen Intersektionelle Aspekte beachten: Eine strikte No-Fly-Policy kann Künstler*innen mit weniger finanziellen Mitteln oder mit Care-Verantwortung unverhältnismässig belasten, wenn längere Reisezeiten finanzielle Ausfälle oder höhere Betreuungskosten verursachen. In solchen Fällen empfiehlt sich eine Einzelfallregelung oder zum Beispiel ein zusätzliches Betreuungsentgelt. Eine abgeschwächte Version der No-Fly-Policy ist die «No-One-Off»-Policy: Künstler*innen werden nicht für ein einziges, sondern ausschliesslich für mehrere Konzerte in einer Region eingeflogen (bspw. für mehrere Konzerte in der Schweiz). Dadurch werden die anfallenden Flugemissionen auf mehrere Konzerte aufgeteilt.
Reduktion von Licht- und Lärmemissionen
Die Reduktion von Licht- und Lärmemissionen mindert Belastungen für die Umwelt, Anwohner*innen und für lokale Ökosysteme. Durch effiziente Technik und klar definierte Betriebszeiten lassen sich Emissionen deutlich senken, ohne die künstlerische Qualität eines ganzen Programms einzuschränken. Gehörschutz für Personal und Publikum zur Verfügung stellen Türen schliessen, falls Türen vorhanden und Fluchtwege gewährleistet sind Unnötige Aussen- und Standby-Beleuchtung vermeiden, Lichtmengen minimieren (unter Berücksichtigung der notwendigen Notbeleuchtungen) Vermeidung von Lasern und Skybeams Einsatz energieeffizienter und ausgerichteter Beleuchtung PA-Ausrichtung optimieren, Active Noise Cancelling (Bassfallen, Auslöschung, Phasenumkehrung usw.)
Reduktion von Verpackungsmaterial
Die Reduktion von Verpackungsmaterial senkt die Abfallmengen. Durch Mehrwegsysteme, wiederverwendbare Transportbehälter und den Verzicht auf Einwegplastik kann der ökologische Fussabdruck von Gastronomie, Merchandising und Logistik deutlich verringert werden. Der Austausch mit Lieferant*innen erleichtert die Umsetzung. Beschaffung von Produkten mit minimaler oder kompostierbarer Verpackung Einzelverpackungen vermeiden, grosse Verpackungseinheiten bevorzugen Bei Kartonverpackungen Recyclingkarton verwenden Lieferant*innen auffordern, Verpackungen zu vermeiden Lieferant*innen auffordern, Verpackungsmaterial zurückzunehmen und zu recyceln (oder es falls möglich wiederzuverwenden) Bevorzugen von wiederverwendbarem Material (bspw. Mehrweggeschirr & Pfandsysteme für Künstler*innen, Crew, Besucher*innen)
Residenzen
(Bereits kurze) Residenzen reduzieren den Impact von Reisen, da Künstler*innen länger an einem Ort arbeiten, proben oder auftreten. Sie ermöglichen vertiefte künstlerische Prozesse, stärken künstlerisches Schaffen und verbessern die ökologische Bilanz durch weniger Transport und effizientere Nutzung vorhandener Infrastruktur. längere Aufenthalte anbieten (mehrere Shows / Formate / oder auch Freizeit?) Räume, Backline und Infrastruktur bereitstellen Unterkunft und Verpflegung lokal organisieren Residenzformate in Booking- und Förderstrukturen integrieren
Routing von Touren / Booking-Netzwerke
Lange Reisestrecken, insbesondere Flugreisen, verursachen erhebliche Emissionen. Effiziente Tourpläne, Kooperationen mit anderen Veranstalter*innen und Agenturen und transparent geteilte Informationen reduzieren Emissionen, Kosten und organisatorischen Aufwand. Agenturen und Künstler*innen über Nachhaltigkeitsbemühungen informieren und sensibilisieren Zur Sensibilisierung bei Agenturen explizit weitere Shows in geografischer Nähe einfordern und sie in die Verantwortung nehmen Regionale, nationale oder gar internationale Booking-Austauschrunden etablieren Tourpläne abstimmen und effizient planen, um doppelte Anreisen zu vermeiden Mehrere Shows in geografischer Nähe ermöglichen Planung der kürzesten Routen zwischen Veranstaltungen Backline bereitstellen, um Materialtransporte zu reduzieren (siehe Bereitstellung einer Backline)
Sanitäranlagen
Bei sanitären Anlagen können Emissionen durch Wasserverschwendung und die Verwendung von Chemikalien entstehen. Gerade bei Festivals ohne feste Infrastruktur gilt es beim Aufstellen der sanitären Anlagen einige Dinge zu beachten, die dazu beitragen, die Toilettennutzung nachhaltiger zu gestalten. Verwendung von Recycling-Toilettenpapier Bei der Reinigung auf ökologisch abbaubare Putzmittel setzen sowie Überdosierung vermeiden (z.B. mit Hilfe von Dosiersystemen) Sanitäranlagen während der Veranstaltung reinigen und mobile Anlagen regelmässig abpumpen, um das Überlaufen sowie Wildpinkeln zu vermeiden Verwendung von Komposttoiletten Beim Einsatz von Chemietoiletten nur kläranlagenverträgliche Sanitärkonzentrate einsetzen Wassergespülte Sanitäranlagen mit Anschluss an das bestehende Trink- und Abwassernetz verwenden Zusammenarbeit mit regionalen Dienstleistenden bei der Organisation von Sanitäranlagen, um Transportwege zu reduzieren Verwendung von Pinkelrinnen anstatt Urinalen, da sie energieeffizienter und weniger pflege- und wartungsintensiv sind Installation elektrischer Händetrockner anstelle von Papiertüchern (ist umweltschonender bei hoher Frequenz und langer Nutzungsdauer) Massnahmen zur Vermeidung von Wildpinkeln – denn Wildpinkeln stellt eine Belastung für die Natur dar (Stichwort Bodenschutz & Vegetation) und ist darüber hinaus unhygienisch Toiletten in ausreichender Anzahl zur Verfügung stellen Beleuchtung von für Wildpinkeln üblicher Orte
Strategische Verankerung von Nachhaltigkeit in der Organisationsstruktur
Um das Thema Nachhaltigkeit in der Livemusik- und Festivalbranche als festen Bestandteil der Betriebsstruktur zu etablieren, bedarf es einer systematischen Überführung von Einzelmassnahmen in eine ganzheitliche Strategie. Thema Nachhaltigkeit in gemeinsamer Vision / Wertepapier / Manifest verankern: Was verstehen wir unter dem Thema Nachhaltigkeit? Wie wichtig ist uns das Thema? Wie sensibilisiert sind wir bereits? (z.B. während einer Retraite machen oder Gelder beantragen für einen Organisationsentwicklungs-Workshop) Das Thema Nachhaltigkeit als stehendes Traktandum in Team-Sitzungen etablieren / regelmässige Updates aus den unterschiedlichen Ressorts Nachhaltigkeitskonzept / -leitbild entwerfen Nachhaltigkeitsstrategie ausarbeiten mit konkreten Zielen – Ist- und Soll Analyse (wo stehen wir, wo wollen wir hin?) PDCA – Plan, Do, Control, Act Plan: Umsetzung der Massnahmen planen (Massnahmenplan ausarbeiten), finanzielle und personelle Ressourcen schaffen (Nachhaltigkeitsteam, Nachhaltigkeitsbeauftragte*n). Do: Massnahmen umsetzen, klare Verantwortlichkeiten definieren Control: Erfolg überprüfen; wurden die Ziele erreicht? Act: Falls die Ziele nicht erreicht wurden, Massnahmen verbessern/anpassen/nachjustieren, evtl. neue Massnahmen umsetzen Nachhaltigkeitsrichtlinien ausarbeiten, damit bei Veränderungen im Personal das Wissen nicht verloren geht und die Abläufe betrieblich verankert sind. Z.B. Richtlinien für nachhaltige Beschaffung, Mobilitätsrichtlinien, Catering-Richtlinien, Spesenreglement usw. Das Thema Nachhaltigkeit im Jahresbericht aufführen Nachhaltigkeit in Budgetplanung verankern / priorisieren Nachhaltigkeit in der Leitungs- / Managementebene verankern
Strom – Ökostrom
Die Umstellung auf Ökostrom ist ein effektiver Schritt zur Reduktion des CO₂-Fussabdrucks von Veranstaltungen. Durch den Bezug von Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind, Sonne oder Wasser wird der Ausstoss klimaschädlicher Emissionen verringert. Der Strom sollte idealerweise über bestehende Stromleitungen bezogen werden. Wechsel zu Stromanbieter*in, der*die 100 % Ökostrom aus erneuerbaren Energien liefert Sensibilisierung der Veranstaltungsbesucher*innen, dass Ökostrom verwendet wird Zusammenarbeit mit anderen Veranstalter*innen, um gemeinsam grössere Kooperationen zu realisieren. Vermeidung von Dieselgeneratoren (und Prüfung der Möglichkeit, elektrische Generatoren zu installieren (vgl. Kollaborationen mit Elektrizitätswerken) Energie selbst erzeugen (bspw. Solarstrom, durch die Installation eigener Photovoltaikanlagen) Bei Outdoor-Veranstaltungen im Sommer prüfen von solarbetriebenen Bühnen.
Umgang mit Wasser
Ein nachhaltiger Umgang mit der Ressource Wasser gehört zu einer nachhaltigen Veranstaltungsorganisation dazu. Dies umfasst sowohl die Bereitstellung von und einen sparsamen Umgang mit Trinkwasser als auch die Vermeidung von Wasserverschmutzung. Verwendung von Trockenseifen oder nachfüllbaren Dosierseifenspendern in Sanitäranlagen Bereits in der Veranstaltungsplanung wasserintensive Aktivitäten ermitteln und diese kritisch hinterfragen Vermeiden, dass Essensreste in die Kanalisation gelangen (bspw. indem Geschirr vor dem Reinigen vorgespült wird) Wasch- und Spülmaschinen effizient auslasten, um Anzahl Waschzyklen zu reduzieren Regenwasser zum Spülen von Toiletten, Urinalen, Pinkelrinnen verwenden Nur kaltes Wasser bei Sanitäranlagen verwenden Verwendung von «Pinkelrinnen» anstelle von Urinalen Vermeidung von Drehhähnen, da diese oftmals nicht geschlossen werden; stattdessen Wasserhähne mit Infrarotsensor oder mit Druckknopf verwenden Wasserzählstände verwenden, um einen Überblick über den eigenen Wasserverbrauch zu haben Hinweis an Besucher*innen zu nachhaltigem Umgang mit Wasser Bei Wahl eines Veranstaltungsortes auf das Vorhandensein von Anschlüssen an das Trink- und Abwassernetz achten
Verhinderung von Foodwaste
Laut Bundesamt für Umwelt ist rund ein Viertel der Umweltbelastung, die wir durch unsere Ernährung verursachen, auf Foodwaste bzw. vermeidbare Lebensmittelverluste zurückzuführen. Entsprechend kann die Verhinderung von Foodwaste als wichtiger Hebel für nachhaltiges Catering betrachtet werden. Dadurch werden nicht nur Emissionen reduziert – es kann auch finanziell gespart werden! Achtung: sich zuerst über Hygienevorschriften informieren Auswahl der Lebensmittel entsprechend ihrer Lagerungsfähigkeit und dem Zubereitungsverfahren (Lebensmittel, die komplett verwendet werden können) Massnahmen zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen auch im Backstage anwenden Aktives Nachfragen bei Produzent*innen, ob aussortiertes Gemüse, welches nicht der Norm entspricht, bei ihnen bezogen werden kann Vorsicht bei der Lagerung von Lebensmitteln, damit sich diese länger halten Lagerbestände möglichst gering zu halten reduziert das Risiko für Food Waste Ein strukturiertes Lager und Inventarisierung mit klarem FIFO-Prinzip (First In First Out) verhilft der Übersicht, welche Lebensmittel bald verwertet werden sollten Beschriftung von Tiefgekühltem und Eingemachtem mit Datum Portionengrössen anpassen -> kleinere Mengen servieren und Möglichkeit zum Nachschöpfen bieten Menge der zur Auswahl stehenden Gerichte reduzieren bzw. an Bedarf anpassen Anzahl nicht servierter Mahlzeiten zählen bzw. berechnen, wie viele Besucher*innen kommen und wie viel pro Besucher*in konsumiert wird (ca. 400 bis 500g pro Person; für 80% der erwarteten Gäste kochen) Besucher*innen bitten, sich wann immer möglich verbindlich für Mahlzeiten anzumelden, um Mengen abschätzen zu können Verwendung eines Portionenrechners, um die Mengen richtig abzuschätzen Fallen Überschüsse an, können diese kreativ in die Menüplanung integriert werden. Ein offen gehaltener Menübeschrieb lässt Spielraum für die kurzfristige Nutzung von überschüssigen Lebensmitteln zu Die Haltbarkeit kann durch Einmachen, Einkochen, Dörren und andere Techniken verlängert werden Reste wiederverwerten bzw. an Besucher*innen, Mitarbeitende oder eine lokale Organisation abgeben Lebensmittelreste erfassen und dokumentieren und Angebot sowie Prozesse entsprechend anpassen
Wiederverwendung von Material
Durch die Wiederverwendung von Bühnen-, Deko- und Infrastrukturmaterial lassen sich Ressourcen, Kosten und Abfall deutlich reduzieren. Ein systematischer, sorgfältiger Umgang mit vorhandenem Material erhöht dessen Lebensdauer und mindert den Bedarf an Neuanschaffungen. Zum Thema Kreislaufdenken und Kreislaufwirtschaft informieren (siehe Materialsharing mit Dritten) Verwendung von Mehrweggeschirr und -bechern (siehe Mehrweggeschirr) Bereits bei der Anschaffung auf die Wiederverwendbarkeit des Materials achten Einkauf von Verbrauchsmaterialien bei Materialmärkten für Gebraucht- und Restmaterialien Bestehendes Material in einem Inventar erfassen Auf angemessenes Lagern von Material achten, um Beschädigung vorzubeugen. Zustände regelmässig prüfen und nach Bedarf reparieren (siehe «Good Housekeeping») Falls möglich zentral und kollektiv lagern Publikum für Problematik von zurückgelassenem Material (insb. Zelte) sensibilisieren Zeltplatzpfand erheben Publikum zur Wiederverwendung ihrer Zelte auffordern Möglichkeit anbieten, Zelte & Grundausstattung zu mieten
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